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Sehr geehrte Damen und Herren,

der Kunstverein Tiergarten lädt Sie herzlich zur Eröffnung seiner neuen Ausstellung in die Galerie Nord ein:

Pirating Presence – Begehren, Fake und Täuschung
mit Arbeiten von Margret Eicher, Adi Hoesle, Isabel Kerkermeier, Stefan Römer, Heidi Sill, Susanne Wehr und Toni Wirthmüller

Eröffnung: Samstag 19. Januar, 19 Uhr
Begrüßung: Veronika Witte

Einführung: Dr. Claudia Beelitz

Ausstellung: 22. Januar – 23. Februar 2019, Di-Sa 13-19 Uhr

Das Ausstellungsprojekt Pirating Presence stellt sieben künstlerische Positionen zu komplexen Fragen der Bildaneignung und -transformation vor. Die Präsentation ist Teil einer Ausstellungsreihe, die von Margret Eicher, Adi Hoesle, Isabel Kerkermeier, Stefan Römer, Heidi Sill, Susanne Wehr und Toni Wirthmüller entwickelt und aus variierenden Perspektiven in sechs verschiedenen Kunstvereinen und Museen 2018 und 2019 realisiert wird. Im Kontext dieser Reihe rückt die Ausstellung in der Galerie Nord das Wecken von Begierden, das Verlangen nach Bil­dern und die ihnen nicht selten inhärenten Strategien der Täuschung in den Fokus.

So schichtet Isabel Kerkermeier gebrauchte Werbeplanen und nutzt die Materialisierung des digitalen Bildes durch Ablösen und Zerfasern nahezu bildhauerisch, um Bereiche von Transparenz und Verschleierung zu generieren. Toni Wirthmüller löst getragene Kleidungsstücke aus ihrem ursprünglichen Kontext und vollzieht mit farbiger Fassung, Fragmentierung und Montage fotografischer Zitate eine Aneignung durch Sampling. Susanne Wehr hingegen legt in ihren fotografischen Arbeiten die unüberschaubaren Archive des Internets zugrunde, fragt nach den Möglichkeiten von Einordnung und Bewertung und lotet das Feld von Bildbegehren und Täuschung aus. Für Margret Eicher sind kunsthistorische Vorlagen das Ausgangsmaterial. Sie verbindet Jacquard-Tapisserien und Motive aus Hochglanzmagazinen als digitale Collagen. Hier trifft Glamour auf Melancholie und Isolation auf Begehren. Heidi Sill setzt sich in ihren Arbeiten mit Projektionsflächen des Körpers, mit Schönheitsidealen und Vanitas auseinander. Ihre textile Installation schafft eine Bühne, die ebenso in Szene setzt wie verschleiert und so mit dem Verlangen spielt. Mit Adi Hoesle ist ein Künstler vertreten, der an den Schnittstellen von Kunst, Technik und Humanwissenschaften arbeitet. In den installativen und filmischen Arbeiten von Stefan Römer geht es um eine konzeptuelle Untersuchung künstlerischer Aneignungsformen. So zeigt er unter anderem, dass Praktiken der Schönheitsproduktion, des Zitats oder des Loops immer von Begehren und Täuschung geleitet werden.

Alle in der Ausstellung vertretenen Künst­ler*­innen samplen, dekonstruieren oder redefinieren Vorgefundenes; sie rezipieren und produzieren zugleich, indem sie das Ausgangsmaterial analysieren und transformieren. So werfen die Arbeiten der Ausstellung auf irritierende Weise Fragen nach der Bedeutung von Bildern auf.
 


Begleitende Veranstaltungen:

Di 12.2., 19 Uhr
Präzise Lügen – Begehren als Wahrheitsfunktion
Performativer Vortrag von Dr. Marcus Steinweg

Do 21.2., 19 Uhr
Rundgang
Die Künstler*innen im Gespräch mit Dr. Claudia Beelitz
 


Mit freundlicher Unterstützung der bezirklichen Förderfonds der Senatsverwaltung Kultur und Europa
 


(Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!)

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