Herzliche Einladung zur Einweihung meiner Kunst-am-Bau-Arbeit „Le Bombyx“ am Schoeler Schlösschen in Berlin-Wilmersdorf (Wilhelmsaue 126, 10715 Berlin) am Freitag, den 16. Januar 2026, um 15 Uhrmit Sektempfang – passend zur Einstimmung ins Neue Jahr!
Ich würde mich sehr freuen, Sie/Dich persönlich am 16. Januar begrüßen zu dürfen! Die Skulptur wird durch die Bezirksstadträtin von Charlottenburg-Wilmersdorf, Frau Schmitt-Schmelz, offiziell eingeweiht. Im Anschluss an die Einweihung gibt es die Möglichkeit, das neu eröffnete und sehr nette Café im Schoeler Schlösschen auszuprobieren.
Gerne kann die Einladung auch weiter geteilt werden!

„Le Bombyx“ „Ich singe den Bombyx, den Wurm, der manchem Auge so elend schwächlich scheinet, und dennoch in seinem verachteten Schooße den schönsten Faden uns bildet.“So beginnt das 1754 geschriebene Buch „Le Bombyx ou le ver à soie“ des frz. Hofrats in Berlin, Joseph Du Fresne de Francheville, hier zitiert aus der bereits 1769 erschienenen Nachdichtung durch Friedrich Matthäus Vierordt – eine Ode an den Seidenwurm und die Seidenproduktion, dargelegt in sechs Büchern und gewidmet seiner königlich-preußischen Majestät.Le Bombyx, der Seidenwurm, ist eng mit der Geschichte dieses Hauses verbunden. Mein Entwurf nimmt unmittelbar auf dieses schöne Scheitern Bezug, denn im Schoeler Schlösschen missglückten alle Versuche, den Seidenwurm heimisch zu machen und eigene Seide zu produzieren. So möchte ich nun mit meiner Skulptur diesem Ort ein Seidentuch schenken. Kunstgeschichtlich ist bekanntermaßen der Faltenwurf ein wichtiges Motiv, aber auch philosophisch findet er nicht nur Beachtung dadurch, dass er etwas ver- und entfalten oder ver- und enthüllen kann, sondern wurde zudem durch den französischen Philosophen Gilles Deleuze geadelt, der der Falte ein ganzes Buch widmet und dadurch die Philosophie, insbesondere die von Leibniz, neu erklärt. Darüber hinaus ließe sich das Seidentuch im übertragenen Sinne als weiße Leinwand oder als unbeschriebenes Blatt lesen, alles Assoziationen, die auf eine künstlerische oder kreative Aktivität verweisen und mit der zukünftigen Nutzung des Hauses verknüpft sind.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch schon auf meine – ebenfalls lang ersehnte – Ausstellung in den Staatl. Museen Kassel am Donnerstag, den 5. März 2026, um 18 Uhr hinweisen, die bis zum 24.01.2027 in der Neuen Galerie zu sehen sein wird: Die hier abgebildete Arbeit „Belichtungszeiten #2“ wurde von Hessen Kassel Heritage angekauft und ist nun in der Ausstellung „Resonanzräume. documenta Kunst und weitere Neuerwerbungen“ zu sehen.
Auch hier würde ich mich sehr freuen, den einen oder die andere dort wiederzusehen!

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Neuen Galerie in Kassel werden in der Sonderausstellung bedeutende Erwerbungen der vergangenen Jahre präsentiert. Der Fokus liegt auf großformatigen Installationen, Filmen und Objekten, die in ihrer Raumpräsenz beeindrucken. Ein verbindendes Element ist die Auseinandersetzung mit Geschichte(n) und den Schichten der kollektiven oder individuellen Erinnerungen.
1976 wurde die Neue Galerie als gemeinsamer Standort für die städtischen und staatlichen Sammlungen der Kunst der Moderne und Gegenwart eröffnet. In den nunmehr 50 Jahren ihres Bestehens hat die Sammlung durch ihren documenta-Bezug verstärkt auch globale künstlerische Positionen aufgenommen und ihren Bestand durch neue Medien erweitert.
Die verschiedenen Perspektiven entfalten in der Ausstellung ein vielschichtiges Netz aus Erinnerungssträngen und Geschichtsentwürfen. So stößt Pinar Ögrenci in ihrem Film Aşît (Avalanche), 2022, Prozesse der kollaborativen Erinnerung an, archiviert Jürgen O. Olbrich weggeworfenes Fotomaterial, hinterfragt Michal Heiman in ihren Arbeiten Strukturen psychologischer Tests und spiegeln Ute Lindners „Belichtungszeiten“ die Zeitebenen von Gemäldehängungen wider.